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Ernährung

Alles eine Frage der Ernährung!

Was in den Napf kommt, soll dem Hund dauerhaft schmecken, satt machen, die Energie für den Tag liefern, die körperliche Entwicklung gewährleisten und dabei möglichst nicht dick machen.

Trocken- bzw. Feuchtfutter, Frischfleisch oder vielleicht vegetarisch, Barfen als Alternative? ... wie steht es mit den Leckerlies? Jeder Hundehalter stellt dich diese Fragen. Die Werbung verspricht viel, ... werden die Versprechen auch gehalten?

Zunächst braucht ihr Hund eine alters- und bedarfsgerechte Ernährung, die im wesentlichen aus je 1/3 Proteinen, Kohlehydraten, Fett besteht sowie Vitamine, Spurenelemente, Elektrolyte und Ballaststoffe enthalten sollte. Mehrere Mahlzeiten am Tag sind besser als 1 einzige Großportion. Ich empfehle 1 Früh- und 1 Abendgabe, damit ihr Hund die nötige Energie über den Tag zur Vergfügung hat und auch abends eine Portion mit ihn seine Abend-/Nachtruhe nimmt.

Tipp: Gönnen Sie ihrem Hund nach der Nahrungsaufnahme unbedingt eine längere Ruhepause. Tollen und Spielen danach ist gefährlich und kann zu einer lebensgefährlichen Magendrehung beim Hund führen!

Die für den Hund höherwertigen Proteine liefert z.B. das Fleisch vom Rind, Lamm, Huhn und Fisch, die vom Hersteller oft als Mehl oder Knochenmehl zugegeben werden. Nebenprodukte können sowohl Geflügelköpfe, Füsse und Klauen, Gehirn, Lunge, Nieren, Blut, Knochen, Gewebe, Sehnen, Haut, Urin, Mägen, Därme usw. sein. Vergeht Ihnen jetzt der Appetit (?) ... mir auch!

Mit pflanzlichem Protein ist üblicherweise Mais, Soja, Bierhefe, Leinsamen- und Weizenkeimmehl gemeint. Verdauliche Kohlehydrate gewinnt der Hund aus den enthaltenen pflanzlichen Stoffen, die unverdaulichen Pfanzenfasern sind Ballaststoffe.

Tierische und pflanzliche Fette liefert im hohen Maße die Energie und die wichtigen essentiellen Fettsäuren und sind Geschmacksträger.

Vitamine, Spurenelemente und Elektrolyte werden in der Regel vom Hersteller hinzugefügt.

Unabhängig ob Sie sich für Trocken- oder Feuchtfutter entscheiden kommt es auf die Inhaltsstoffe und deren Mengenanteile (Gewichtung) an. Trockenfutter läßt sich besser aufbewahren und dosieren, sollte aber eine Viertelstunde zuvor mit lauwarmen Wasser eingeweicht werden. Dem Trockenfutter fehlt es in der Regel an ungesättigten Fettsäuren, weshalb (ab Junghund) die Zugabe von 1 Esslöffel (bzw. 1 Teelöffel bei kleiner Rasse) Speiseöl (Distelöl, Rapsöl usw.) dem Hund gut tut.

Beachten Sie die Mengenempfehlungen der Hersteller, rechnen Sie die Kalorien von Leckerlies mit ein und überfüttern Sie ihren Hund nicht. Übergewicht ist (besonders für Welpen!) sehr schädlich und schädigt die Gelenke, Bänder und Sehnen!

Meine Meinung: Ein hohes Marketing- und Werbebudget ist kein Garant für ein hochwertiges Futter. Bleiben Sie kritisch, prüfen Sie die Inhaltsstoffe und lassen sich beraten. Ein gut gewähltes Futter gewährleistet eine gesunde Ernährung und Entwicklung ihres Hundes und kann langfristig so manchen Tierarztbesuch sparen helfen.

  • kleine, kompakte Hundekothäufchen
  • gesundes Haarkleid sowie "Glanz im Fell"
  • der gesunde, freudige Appetit des Hundes
  • sowie ein aktiver, wacher Hund

... sind z.B. das gut sichtbare Zeichen für ein gutes ausgewogenes Hundefutter.

Ich habe mich bei meinen eigenen Hunden für ein hochwertiges Trockenfutter entschieden und das IMMER mit einem wachen, kritischen Blick auf die Inhaltsstoffe. Meine Hunde und auch ich sind damit sehr zufrieden.

Wichtiger Hinweis! "Schwein" gehört NICHT zum Speiseplan unserer Hunde und kann selten sogar lebensgefährlich sein. Der für Menschen nicht sehr gefährliche Aujeszky-Virus könnte enthalten sein und führt beim Hund innerhalb von wenigen Tagen rettungslos zu einem qualvollen Tod.

Sauberes Trinkwasser, bitte immer zugänglich halten!
Ein weit verbreiteter Irrglaube ist, das ein Hund "ZU VIEL Wasser saufen kann und der Mensch es deshalb rationieren muß". Ihr Hund kann nicht zuviel trinken und ein gut gefüllter Wassernapf mit frischem Trinkwasser sollte jederzeit zugänglich sein.

Sommer

Stehnungnahme meines BHV-Berufsverbandes

Quelle: BHV

Gassigänge den Wetterbedingungen anpassen – Selbst Temperaturen, die wir als sommerlich angenehm empfinden, sind für viele unserer Hunde bereits zu warm.

Wie man seinem Hund bei sommerlichen Temperaturen am besten zur notwendigen Bewegung verhilft, erklärt BHV-Ausbildungsratsmitglied und Tierärztin für Verhaltenstherapie Dr. Katrin Voigt: „Die Gassigänge sind unbedingt den Wetterbedingungen anzupassen. Also bitte nicht in der Mittagshitze und nur schattige, waldige Gebiete aufsuchen.“

Am besten sollte man die große Gassirunde in den kühleren Morgenstunden einplanen. Oft muss man ein Stück über den Asphalt laufen und dieser kann im Laufe des Tages extrem heiß werden. Es besteht akute Verbrennungsgefahr für die Pfoten! Achtung: Der Asphalt kann auch abends noch sehr warm sein, selbst wenn die Außentemperatur schon abgesunken ist.

Selbstverständlich sollte man immer ausreichend Wasser und ein Trinkgefäß für den Hund dabei haben. Bitte lassen Sie ihren Hund möglichst nicht aus Pfützen trinken, es besteht die Gefahr von Krankheitserregern.

Auf gar keinen Fall darf der Hund im Auto gelassen werden, nicht einmal für ganz kurze Zeit. Das Auto kann sich in kürzester Zeit bis zu 70°C aufheizen und es kommt in diesem Zusammenhang leider immer wieder zu Todesfällen!

Wer sportlich ist und gerne mit seinem Hund joggen geht oder Rad fährt, sollte dies ausschließlich in den frühen Morgenstunden tun. Dabei muss der Hund immer gut beobachtet werden und man sollte sofort abbrechen, wenn er Anzeichen von Erschöpfung zeigt.

Auf Hundesport muss man auch bei sommerlichen Temperaturen nicht gänzlich verzichten: Dummytraining mit Wasserarbeit kann an heißen Tagen eine schöne Abkühlung bringen. Andere Hundesportarten wie Agility oder Mantrailing bitte ausschließlich in die Morgenstunden betreiben und keine Höchstleistungen verlangen. Ein schöner Ausgleich für die große Gassirunde können jedoch Nasenarbeit oder Tricktraining in der kühlen Wohnung sein.

Auch auf den Hundeschulbesuch muss im Sommer nicht verzichtet werden: Verantwortungsvolle Trainer passen ihr Training den Wetterbedingungen an und achten darauf, dass nur sehr maßvoll im Schatten oder in der Trainingshalle trainiert wird.

Wenn sie daran gewöhnt sind und es mögen, ist Planschen und Schwimmen für Hunde im Sommer die ideale Beschäftigung. Es gibt mittlerweile sogar Hundeschwimmbäder und Badstrände, die extra für Hunde geöffnet sind. Bitte fragen Sie bei Ihrer Hundeschule nach geeigneten Möglichkeiten.

In der Zeitschrift "Der Familienhund" des BHV finden Sie noch weitere Tipps zum Training an warmen Sommertagen. Sie erhalten die Zeitschrift kostenlos bei den Hundeschulen des BHV, die gerne ihr Fachwissen und jede Menge Tipps und praktischen Anleitungen weitergeben.